Don karlos
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Der intendant des mannheimer nationaltheaters, freiherr von dalberg, machte schiller im mai 1782 auf den stoff des don carlos aufmerksam. Er sandte ihm die erzählung des abbé saint-réal (1639-92) dom carlos, nouvelle historique und bat ihn zu prüfen, ob sich dieser gegenstand für eine bühnenbearbeitung eigne. Nach seiner übersiedlung auf das gut der frau von wolzogen in bauerbach 1782 besorgt sich schiller aus der meininger bibliothek dieses werk des abbé saint-real und andere literatur und schreibt am 3.april 1783 an freiherrn von dalberg, daß er am dom karlos arbeite. Von 1784 an veröffentlicht der inzwischen nach mannheim zurückgekehrte dichter die einzelnen fertiggestellten teile des werkes in seiner zeitschrift rheinische thalia. Zunächst hatte schiller nur die absicht, ein "familiengemälde aus einem königlichen hause" zu schaffen, aber seine innere anteilnahme war für eine so küble behandlung des stoffes zu stark. Er schreibt damals an den meininger bibliothekar reinwald, dom karlos solle von shakespeares hamlet die seele, blut und nerven von leisewitz und den puls von ihm selbst erhalten. So weitete sich der stoff während der arbeit, und aus einem bloßen familiengemälde wurde die tragödie der um ihre gewissensfreiheit ringenden menschheit. Array
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